ELSI

Neue Technologien verändern das Biobanking in den nächsten Jahren grundlegend.

Das wirft viele ethische, rechtliche und soziale Fragen auf, die im Dialog mit Wissenschaftlern, Patienten, Datenschützern und der Gesellschaft gelöst werden müssen.

Umsetzung des Arbeitsprogramms

GBN/GBA wird im Dialog mit dem Arbeitskreis medizinischer Ethikkommissionen in der Bundesrepublik Deutschland, der Medizininformatik-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Arbeitsgruppen „Consent“ und „Data Sharing“) sowie Fachleuten im Bereich Datenschutz (TMF, Datenschutzbeauftragte) Unschärfen und offene Fragen in existierenden Patienteneinwilligungen beleuchten und Lösungsvorschläge erarbeiten.

Datenschutzfragen für die medizinische Forschung und Biobanken werden vor dem Hintergrund der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung und neuer technologischer Entwicklungen ebenso adressiert.

In den letzten Jahren wurden bereits wichtige Vorarbeiten auf nationaler und europäischer Ebene z. B. durch die TMF, die AG „Biobanking“ des Arbeitskreises medizinischer Ethikkommissionen in der Bundesrepublik Deutschland und BBMRI Common Service ELSI erarbeitet, auf denen GBN aufsetzt.

Folgende ethisch-rechtliche Fragen werden aktuell bearbeitet:

  • Wer muss eine Einwilligung (Biomaterial- und Datenspende) einholen und gegenzeichnen?
  • 
Darf Ethnizität (z.B. nach dem Modell der UK-Biobank) von deutschen Biobanken regelhaft erfragt und erfasst werden?
  • Wie ist mit Daten und Biomaterialien von „Nicht-Einwilligungsfähigen“ umzugehen?
  • Wie ist mit der Rückmeldung von Zusatzbefunden vor dem Hintergrund des Grundrechts auf „Nichtwissen“ umzugehen?
  • Wie kann die Privatsphäre im Zeitalter genetischer Hochdurchsatztechniken und internet-basierter sozialer Netzwerke gewährleistet werden?
  • 
Dürfen Biomaterialien von Kleinkindern/Jugendlichen auf Basis eines “broad consent” gesammelt werden, selbst wenn die Eltern einverstanden sind? Wie ist mit den zur Verfügung gestellten Daten/Biomaterialen bei Erreichen der Volljährigkeit zu verfahren?
  • Dürfen im Rahmen klinischer AMG-Studien von der Pharmaindustrie auch zusätzliche Biomaterialien auf Basis eines Broad Consent gesammelt werden?

  • Was ist bei bidirektionalem Austausch von Biomaterialien/Daten zwischen Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft und privatwirtschaftlichen Unternehmen (u.a.  Pharma-Industrie) zu beachten?
     

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germanbiobanknode@charite.de

Tel. +49. 30. 450 536 347


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