Stakeholder Engagement

Biobanken brauchen die Bereitschaft vieler Akteure, sich zu engagieren und einzubringen.

Stakeholder Engagement ist ein kritischer Faktor für den Erfolg einer Biobank. Biobanken müssen zwischen den Interessen der Wissenschaftler, Ärzte, Förderer, Probenspender und der Öffentlichkeit vermitteln und alle Perspektiven in ihre Governance integrieren.

Stakeholder Engagement

Biobanken stehen vor der Herausforderung, die Sichtweisen und Interessen vieler verschiedener Stakeholder integrieren zu müssen, um erfolgreich und nachhaltig zu bestehen. Angefangen bei den Probenspendern, die ein weit gefasstes und langfristiges Einverständnis zur Verwendung ihrer Probe geben sollen, über die Ärzte, die die Proben im Klinikalltag für die Forschung sammeln, bis hin zu Politik, Geldgebern, Klinikumsleitungen oder der breiten Öffentlichkeit müssen alle wesentlichen Stakeholder ins Boot geholt werden. Für jede Zielgruppe müssen geeignete Engagement Strategien entwickelt werden. GBN unterstützt die Biobanken bei ihren Bemühungen um ein effektives Stakeholder Management, indem es Daten erhoben, Strategien entwickelt und Instrumente für das Stakeholder Management bereitgestellt werden.

Ziel des Stakeholder Managements ist es:

  • Strategien und Konzepte zu entwickeln, um Ärzte und Wissenschaftler, die Biobankengemeinschaft, Patienten und Probanden sowie die Industrie einzubinden
  • Biobanken bei der Einbindung von Stakeholdern unterstützen
  • Biobanking in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen

ELSI-Workshop: Meine Gene gehören mir!

Termin: 3. Mai 2018
Ort: Kaiserin Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz-7, 10115 Berlin

Der Umgang mit „Zusatzbefunden“ aus der medizinischen Forschung liegt heute mehr denn je in einer rechtlichen und ethischen Grauzone. Denn das Gendiagnostikgesetz regelt den Umgang mit genetischen Keimbahnveränderungen nur für den Behandlungs- oder Versorgungskontext. Genetische Daten, die in Forschungsprojekten erhoben werden, fallen primär nicht darunter.

Angenommen eine Probandin stellt der Forschung eine Biomaterialprobe zur Verfügung, die in einer Biobank eingelagert wird. Genau in dieser Probe wird in einem Forschungsprojekt zufällig eine krankheitsrelevante genetische Mutation entdeckt. An wen kann sich der Forscher mit Fragen zum Umgang mit diesem Fund wenden? Wie gelangt die Information trotz pseudonymisierter Daten ausgehend vom Forschungsergebnis zurück zur Probandin? Wie ist dieser Vorgang ethisch und rechtlich korrekt abzuwickeln? Wer stellt fest, ob die Probandin über das Forschungsergebnis überhaupt informiert werden möchte? Und wenn ja, ab wann verlässt der Zufallsbefund den Forschungsraum und unterliegt dem Gendiagnostikgesetz?

Im Workshop „Meine Gene gehören mir!“ werden diese und weitere Fragen diskutiert und gemeinsam Lösungsansätze gesucht.

Hier können Sie sich für den Workshop anmelden.


Programmflyer [PDF]

10:00 Uhr

Teilnehmerregistrierung

11:00 Uhr

Grußwort und Einführung
Prof. Dr. Michael Hummel (Charité - Universitätsmedizin Berlin | German Biobank Node)

11:15 Uhr

Gilt das Gendiagnostikgesetz - für Zusatzbefunde - in der Forschung?
Prof. Dr. Henning Rosenau (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | GEKO)

11:40 Uhr

Wie entstehen Zusatzbefunde?
Dr. Dieter Beule (Berliner Institut für Gesundheitsforschung)

12:05 Uhr

Wie können Forschungsergebnisse an Betroffene zurückgemeldet werden?

 

Herausforderungen aus Sicht der Forschung
Prof. Dr. Dr. Eva Winkler (Universität Heidelberg)

 

Herausforderungen aus ethischer und rechtlicher Sicht
Prof. Dr. Jochen Taupitz (Universität Mannheim)

 

Hürden und Lösungsansätze bei der Mitteilung von Zufallsergebnissen
Dr. Gunthard Stübs (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald | NAKO)

13:20 Uhr

Mittagspause

14:20 Uhr

Humangenetische Bewertung von Zusatzbefunden aus der Forschung
Prof. Dr. Uwe Kornak (Charité - Universitätsmedizin Berlin)

14:45 Uhr

Umgang mit Zusatzbefunden - Best-Practice-Beispiele aus Kohorten-Studien

 

Biobank Popgen
Prof. Dr. Michael Krawczak (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | TMF)

 

UK-Biobank
Prof. Dr. Nils Hoppe (Centre for Ethics and Law in the Life Sciences/CELLS, Leibniz Universität Hannover)

15:35 Uhr

Kaffeepause

15:55 Uhr

Die informierte Entscheidung - Herausforderungen der Patientenaufklärung in Bezug auf Zusatzbefunde
Dr. Stefanie Houwaart (BRCA-Netzwerk e.V.)

16:20 Uhr

Podiumsdiskussion

17:20 Uhr

Veranstaltungsende

Moderation: Burkhard Plemper

ELSI-Workshop: Meine Gene gehören mir!

Termin: 3. Mai 2018
Ort: Kaiserin Friedrich-Haus, Robert-Koch-Platz-7, 10115 Berlin

Der Umgang mit „Zusatzbefunden“ aus der medizinischen Forschung liegt heute mehr denn je in einer rechtlichen und ethischen Grauzone. Denn das Gendiagnostikgesetz regelt den Umgang mit genetischen Keimbahnveränderungen nur für den Behandlungs- oder Versorgungskontext. Genetische Daten, die in Forschungsprojekten erhoben werden, fallen primär nicht darunter.

Angenommen eine Probandin stellt der Forschung eine Biomaterialprobe zur Verfügung, die in einer Biobank eingelagert wird. Genau in dieser Probe wird in einem Forschungsprojekt zufällig eine krankheitsrelevante genetische Mutation entdeckt. An wen kann sich der Forscher mit Fragen zum Umgang mit diesem Fund wenden? Wie gelangt die Information trotz pseudonymisierter Daten ausgehend vom Forschungsergebnis zurück zur Probandin? Wie ist dieser Vorgang ethisch und rechtlich korrekt abzuwickeln? Wer stellt fest, ob die Probandin über das Forschungsergebnis überhaupt informiert werden möchte? Und wenn ja, ab wann verlässt der Zufallsbefund den Forschungsraum und unterliegt dem Gendiagnostikgesetz?

Im Workshop „Meine Gene gehören mir!“ werden diese und weitere Fragen diskutiert und gemeinsam Lösungsansätze gesucht.

Hier können Sie sich für den Workshop anmelden.


Programmflyer [PDF]

10:00 Uhr

Teilnehmerregistrierung

11:00 Uhr

Grußwort und Einführung
Prof. Dr. Michael Hummel (Charité - Universitätsmedizin Berlin | German Biobank Node)

11:15 Uhr

Gilt das Gendiagnostikgesetz - für Zusatzbefunde - in der Forschung?
Prof. Dr. Henning Rosenau (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | GEKO)

11:40 Uhr

Wie entstehen Zusatzbefunde?
Dr. Dieter Beule (Berliner Institut für Gesundheitsforschung)

12:05 Uhr

Wie können Forschungsergebnisse an Betroffene zurückgemeldet werden?

 

Herausforderungen aus Sicht der Forschung
Prof. Dr. Dr. Eva Winkler (Universität Heidelberg)

 

Herausforderungen aus ethischer und rechtlicher Sicht
Prof. Dr. Jochen Taupitz (Universität Mannheim)

 

Hürden und Lösungsansätze bei der Mitteilung von Zufallsergebnissen
Dr. Gunthard Stübs (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald | NAKO)

13:20 Uhr

Mittagspause

14:20 Uhr

Humangenetische Bewertung von Zusatzbefunden aus der Forschung
Prof. Dr. Uwe Kornak (Charité - Universitätsmedizin Berlin)

14:45 Uhr

Umgang mit Zusatzbefunden - Best-Practice-Beispiele aus Kohorten-Studien

 

Biobank Popgen
Prof. Dr. Michael Krawczak (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | TMF)

 

UK-Biobank
Prof. Dr. Nils Hoppe (Centre for Ethics and Law in the Life Sciences/CELLS, Leibniz Universität Hannover)

15:35 Uhr

Kaffeepause

15:55 Uhr

Die informierte Entscheidung - Herausforderungen der Patientenaufklärung in Bezug auf Zusatzbefunde
Dr. Stefanie Houwaart (BRCA-Netzwerk e.V.)

16:20 Uhr

Podiumsdiskussion

17:20 Uhr

Veranstaltungsende

Moderation: Burkhard Plemper

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germanbiobanknode@charite.de

Tel. +49. 30. 450 536 347


Fax +49. 30. 450 753 69 38

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